E322: Lecithine
Was ist E322?
Lecithine (E322) sind eine Gruppe natürlich vorkommender fettähnlicher Stoffe, der sogenannten Phospholipide. Ihre Moleküle besitzen ein wasseranziehendes und ein fettanziehendes Ende, wodurch sie Öl und Wasser zu einer gleichmäßigen Mischung verbinden können.
Herkunft und Herstellung
Handelsübliches Lecithin wird meist als Nebenprodukt bei der Raffination von Soja-, Sonnenblumen- oder Rapsöl gewonnen. Es kann auch aus Eigelb gewonnen werden, der ursprünglichen historischen Quelle.
Wofür wird es verwendet?
Lecithin wirkt als Emulgator und Trennmittel: Es hilft Schokolade bei der Verarbeitung zu fließen, verteilt Fett gleichmäßig in Keksen und Kuchen und verhindert, dass sich Brotaufstriche und Speiseeis entmischen. Es ist in Schokolade, Süßwaren und Backwaren äußerst verbreitet.
Vegan, vegetarisch und halal
Das meiste Lebensmittel-Lecithin ist pflanzlich, es gibt aber auch Lecithin aus Ei, daher ist es nicht automatisch vegan; in der Zutatenliste kann „Sojalecithin“ oder „Sonnenblumenlecithin“ stehen, andernfalls kann nur der Hersteller die Quelle bestätigen. Sojalecithin muss in der EU als Allergen (Soja) gekennzeichnet werden.
Sicherheit und Zulassung
Lecithine sind in der EU als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und wurden von der EFSA neu bewertet, die bei den gemeldeten Verwendungen kein Sicherheitsproblem feststellte. Sie sind in den meisten Lebensmittelkategorien in Mengen entsprechend der guten Herstellungspraxis zugelassen.
Verfasst von der Foodlas-Redaktion mit KI-Unterstützung und geprüft anhand der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 und der wissenschaftlichen Gutachten der EFSA. Zuletzt überprüft: 14. Oktober 2026.
Quellen: Regulation (EC) No 1333/2008 · EFSA — Food additives · Wikidata
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